NEWSTICKER (ARCHIV)

Archivierte Nachrichten
09.09.2010 - 00:29:52

02.06.2004
Öffentliches Auftragswesen / Bürokratieabbau durch Präqualifikation
Durch die Einführung eines Präqualifikationsverfahrens können Unternehmen in der Baubranche rd. 580 Mio. € pro Jahr einsparen und die öffentlichen Auftraggeber von Bund, Ländern und Kommunen ca. 70 Mio. €. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Firma BearingPoint im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit erstellt und jetzt in ihrer abschließenden Fassung vorgelegt hat. Der Parlamentarische Staatssekretär Gerd Andres erklärt: "Derzeit muss jedes Unternehmen, das sich um einen öffentlichen Auftrag bewirbt, für jeden Auftrag erneut seine Fachkunde, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit dokumentieren. Die Studie zeigt, dass ein bundeseinheitliches und länderübergreifendes Präqualifikationsverfahren auf freiwilliger Basis einen wichtigen Beitrag zu Bürokratieabbau und Kostenreduktion leisten kann."


Die Studie vergleicht verschiedene Präqualifikationssysteme in ausgewählten Staaten der Europäischen Gemeinschaft und leitet daraus Vorschläge für ein einfaches, kostengünstiges und effektives System für Deutschland ab. Kernpunkt des Vorschlages von BearingPoint ist ein bundeseinheitliches, länderübergreifendes und auf freiwilliger Basis beruhendes Präqualifikationssystem in privater Hand. Der Umfang der von den Unternehmen vorzulegenden Nachweise über Fachkunde, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit wird dabei vom geltenden Vergaberecht vorgegeben.


Gert Andres: "Ein solches Präqualifikationsverfahren wird Unternehmen, die sich um öffentliche Aufträge bewerben, und Behörden, die ausschreiben, viel Zeit und Geld ersparen".


Die Arbeiten zur Vorbereitung der Einführung eines Präqualifikationsverfahrens haben bereits begonnen. Erste konkrete Vorschläge werden voraussichtlich im Herbst vorliegen.


Weiterführende Informationen :


Öffentliches Vergabewesen - Bürokratieabbau durch Präqualifikation?
Projekt 12/03 - Abschlußbericht, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit


Quelle: http://www.bmwa.bund.de

zurück zum Archiv